Musikvideo

Corps à Corps

Was als zerbrechliches Porträt tiefer Verbundenheit beginnt, demaskiert sich als visuelle Chronik einer schleichenden Entfremdung. Im Musikvideo von „Corps à Corps“erzählen ungeschönte Bilder vom schmalen Grat zwischen obsessiver Hingabe und tödlicher Gewalt. Eine filmische Annäherung an das dunkelste Ende einer Liebe – dort, wo die Vernunft für immer verstummt und nur noch die Stille der letzten Tat bleibt.

Kunde

Florent Josef

Projektkontext

Direktbeauftragung

Leistung

Full-Service-Video

Corps à corps   Musikvideo   Corps à corps   Musikvideo  

Die Poetry

Zwischen Umarmung & Nahkampf

In „Corps à Corps“ erforschen wir die schmerzhafte Grenze zwischen der Intimität einer Umarmung und der Wucht eines Kampfes. Das Projekt ist weit mehr als ein klassisches Musikvideo; es ist eine visuelle Auseinandersetzung mit den Abgründen toxischer Beziehungen und den „Souvenirs de larmes“ – den Erinnerungen, die aus Tränen gewebt sind. Wir wollten zeigen, wie sich Schuld anfühlt: das verzweifelte Bedürfnis nach Reinigung und der Moment, in dem die Realität unumkehrbar zerbricht. Es ist ein Film über die Stille nach dem Schuss und die Spuren, die man nicht einfach abwaschen kann.

Der Frame

Reduktion als gestalterische Tugend

Als unser ursprünglicher Drehort kurz vor Produktionsbeginn durch einen Wasserschaden unbrauchbar wurde, verwandelten wir die Not in eine gestalterische Tugend: Statt eines Tanzvideos im Gewölbekeller entwickelten wir ein kammerspielartiges Drama in der kargen Weite der Wagenhallen. Diese neue Umgebung erforderte eine völlig andere technische Herangehensweise. Um die klinische Ruhe der Bilder, wie etwa im Top-Down-Shot über der Blutlache, nicht durch den Wind der Drohnen-Rotoren zu stören, mussten wir Flughöhe und Timing präzise abstimmen. Diese gewonnene visuelle Stille kombinierten wir in der gesamten Halle mit harten Lichtkontrasten und gezielten Match-Cuts. So schufen wir eine Bildsprache, die Florents Isolation und seinen vergeblichen Versuch, der eigenen Geschichte zu entkommen, technisch und atmosphärisch perfekt einfängt.

Drehbuch & Visuelle Adaption
Die kurzfristige Umplanung erforderte eine radikale Neuausrichtung des Skripts. Wir entwickelten eine Bildsprache, die das Motiv der „Souvenirs de larmes“ in die neue Umgebung übersetzte. Das Ziel war es, die Intimität des Kammerspiels in der kargen Weite der Halle zu bewahren und den Fokus vollkommen auf Florents emotionale Isolation zu richten.
Regie, Kamera & Drohnen-Choreografie
Die technische Umsetzung erforderte höchste Präzision, insbesondere bei den Drohnenaufnahmen. Um die klinische Ruhe der Top-Down-Shots nicht durch den Wind der Rotoren zu stören, wurden Flughöhe und Timing exakt auf die Szenografie abgestimmt. In Kombination mit harten Lichtkontrasten entstand so eine visuelle Stille, die den Moment des Zerbrechens perfekt konserviert.
Editing & Match-Cut-Dramaturgie
Im Schnitt wurde die psychologische Wucht des Videos durch gezielte Match-Cuts und einen rhythmischen Flow finalisiert. Die Montage verbindet die karge Ästhetik der Wagenhallen mit dem roten Faden der Geschichte – dem vergeblichen Versuch, der eigenen Vergangenheit zu entkommen. So entstand ein zeitloses Musikvideo, das die Grenze zwischen Kampf und Umarmung fühlbar macht.

Die Botschaft

Hinter den Noten

Das Musikstück beschreibt den Zustand des „Dazwischen“: Der Moment, in dem man sich eigentlich noch wie früher lieben will, sich aber nur noch in einem zerstörerischen Nahkampf gegenübersteht. „Corps à Corps“ thematisiert die Unfähigkeit, sich aus dem Kreislauf von Nähe und Gewalt zu befreien, bis es kein Zurück mehr gibt. In der Umsetzung war es mir wichtig, diese psychologische Dynamik, die im gewaltvollen Extrem endet, würdevoll und mit einer klaren visuellen Kante darzustellen.

Das Ergebnis

Proof of Concept

Obwohl wir das Konzept unter hohem Zeitdruck komplett neu erfinden mussten, traf das Ergebnis die Vision des Künstlers punktgenau. Florent war vom ersten Entwurf an begeistert, sodass die Produktion fast ohne Korrekturschleifen abgeschlossen werden konnte. Entstanden ist ein hochemotionales Werk, das die ästhetische Grenze zwischen Musikvideo und Kurzfilm überschreitet. Es dient nicht nur zur Promotion des Songs, sondern schafft als visuelles Mahnmal Aufmerksamkeit für das gesellschaftlich relevante Thema der häuslichen Gewalt.

Noch hinter den Kulissen, bald im Fokus.

Veröffentlichung Anfang Mai 2026

The Story between the Frames. Manchmal schreibt das Schicksal die beste Regie: Aus dem geplanten Tanz-Ensemble wurde ein intensives Kammerspiel zwischen Florent und Ronja. Dass Ronja, die eigentlich als Choreografin für das Projekt im Boot war, so intuitiv und ausdrucksstark vor der Kamera agierte, wurde zum eigentlichen emotionalen Anker des neuen Konzepts. Hinter der Kamera verschmolzen technische Präzision und rohe Leidenschaft zu einem Projekt, das zeigt, dass der „Frame“ manchmal zerbrechen muss, damit die wahre „Poetry“ entstehen kann.

Der Entstehungsprozess

Das Festhalten der Emotion

Hinter der visuellen Wucht von „Corps à Corps“ verbirgt sich ein hochemotionaler Entstehungsprozess am Set. Diese Einblicke zeigen den Weg, auf dem wir die schmerzhafte Grenze zwischen Nähe und Kampf vor der Kamera greifbar gemacht haben – eine intensive Reise in die Abgründe einer toxischen Verbindung.

Artist Feedback

Was bleibt, wenn die Musik verklingt.

Die Zusammenarbeit mit Sabrina war von Anfang an professionell, strukturiert und gleichzeitig sehr angenehm. Sie hat ein starkes Gespür für Ästhetik, Storytelling und Details und versteht es, kreative Visionen klar und hochwertig umzusetzen. Besonders beeindruckt hat mich ihre Zuverlässigkeit, ihre Geduld im Prozess und ihr Anspruch, jedes Projekt auf ein hohes Niveau zu bringen. Ich habe mich jederzeit gut begleitet gefühlt und würde jederzeit wieder mit ihr arbeiten

Florent Josef
Florent
Josef
Artist & Songwriter
„Corps à Corps"

POETRY IN EVERY FRAME   POETRY in EVERY FRAME   POETRY IN EVERY FRAME   POETRY in EVERY FRAME  

Let’s tell the untold.

Jedes Gefühl braucht eine Bühne.

Geschichten, die wehtun, brauchen einen Raum, in dem sie heilen können. Ob Musikvideo oder soziale Dokumentation: Wir erschaffen Bilder, die nicht wegschauen, sondern den Kern menschlicher Erfahrung sichtbar machen. Lass uns gemeinsam eine visuelle Sprache finden, die Komplexität begreift und Emotionen so übersetzt, dass sie noch lange nachklingen, wenn das Bild bereits schwarz ist.

Bewegtbild hat viele Formen.

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Jedes Projekt ist ein eigenes Universum mit einer ganz persönlichen Ästhetik. Wenn dich dieser Einblick inspiriert hat, zeigen meine anderen Arbeiten, wie sich dieser Anspruch in unterschiedlichen Formaten übersetzt: Von der präzisen Dynamik im Motion Design über atmosphärische Imagefilme bis hin zu experimentellem Worldbuilding.