Szenischer Kurzfilm

Dear Mother

In einer Welt ohne Sauerstoff kämpft eine Familie mit einem Atemglas auf dem Rücken um die letzte Hoffnung der Menschheit – ein dystopisches Sci-Fi-Drama über Macht und Natur.

Rahmen

Eigenproduktion / Master-Abschluss

Projektkontext

Szenischer Sci-Fi-Kurzfilm (International Festival Circuit)

Leistung

Drehbuch, Regie, Creative Direction & Montage

Dear Mother   Kurzfilm   Sci-Fi   Fantasy  

Die Poetry

Wenn Atmen zum Privileg wird

Im Jahr 2049 ist die Natur eine ferne Erinnerung. Ohne Bienen und Bäume ist Sauerstoff zum Handelsgut der Firma Breathe Easy Technologies (BET) geworden. „Dear Mother“ erzählt die Reise einer Familie durch eine tote, dystopische Welt, bewaffnet mit einem „Atemglas“ auf dem Rücken und der Hoffnung in einer geheimnisvollen Box. Mein Ziel war es, ein Szenario zu erschaffen, das die Konsequenzen des Klimawandels nicht nur zeigt, sondern durch den Entzug des elementarsten Bedürfnisses – des Atmens – physisch spürbar macht.

Der Frame

Worldbuilding & Creative Direction

Ein Sci-Fi-Epos mit Independent-Mitteln zum Leben zu erwecken, erfordert radikale kreative Entscheidungen und ein lückenloses visuelles Konzept.

Corporate Dystopia
Als Creative Directorin verantwortete ich die visuelle Identität der Monopol-Firma Breathe Easy Technologies (BET). Während ich das zentrale Logo selbst entwarf, leitete ich ein Team aus talentierten Illustratoren und Grafikern an, um das gesamte Corporate Design – von den User-Interfaces der Atem-Computer bis hin zu den propagandistischen Plakaten – konsistent umzusetzen.
Atmosphärische Reduktion
Gemeinsam mit dem Sound- und Kameradepartment haben wir jedes Anzeichen von Leben eliminiert. Ein Wald ohne Blätter, ein Himmel ohne Vögel, eine Tonspur ohne Naturgeräusche. Dieser „dreckige“, triste Look erzeugt die notwendige Schwere der Postapokalypse.
Regie & Montage
Im Schnitt lag der Fokus auf der emotionalen Glaubwürdigkeit. Die größte Herausforderung war die selektive Reduktion: „Kill your darlings“ – nur das, was die Echtheit dieser Welt stützte, blieb im Film, um die Immersion des Zuschauers zu sichern.

Das Ergebnis

11 Laurels für eine Botschaft, die Gehör gefunden hat.

„Dear Mother“ ist ein visuelles Mahnmal über die menschliche Gier und das Schweigen der Natur. Die internationale Anerkennung durch 11 Festival-Awards und Nominierungen zeigt, dass diese Themen global resonieren. Das Projekt beweist, dass eine starke Vision und ein durchdachtes Produktionsdesign die Grenzen des Budgets sprengen können.

Es ist das Ergebnis einer engen Symbiose zwischen Set-Design, Kamera und Postproduktion, die eine fiktive Zukunft erschreckend real werden ließ. Besonders stolz macht uns dabei die Nominierung für den Baden-Württembergischen Filmpreis sowie das herausragende Jury-Feedback beim Camgaroo Award, die die handwerkliche Qualität und die emotionale Tiefe des Films bestätigen.

Cannes World Film Festival Award Winner
Austrian Filmfestival Award Winner
Accolade Global Film Competition Award Winner
Filmschau Baden-Württemberg Nominierung (Filmpreis BW)
Camgaroo Award Finalist (Jury-Highlight)
Next Step Film Festival – Cannes Finalist
ARFF Berlin // Int. Film Festival Finalist
Los Angeles Short Film Award Honorable Mention
The Shorts Network Nominee
Cinematography & Photography Awards Nominee
Fantasy/Sci-Fi Film Festival Official Selection
The Story between the Frames.  Das „Atemglas“ war für uns weit mehr als ein Requisit – es war der Taktgeber für die gesamte Performance. Die Schauspieler standen vor der physischen Herausforderung, ihre natürliche Mundatmung komplett zu unterdrücken und ausschließlich durch die Nase – direkt verbunden mit dem Schlauch des Tanks – zu atmen. Diese beklemmende Einschränkung schuf eine instinktive Authentizität, die man nicht proben kann. Erst durch das präzise Lichtkonzept erwachte das Glas zum Leben: Wir setzten die Tanks so in Szene, dass sie aktiv mit der Umgebung interagierten. Wenn die Sauerstoffsättigung sank, begann das integrierte Licht im Glas bedrohlich zu blinken und die KI-Stimme des Systems mahnte zur Ruhe. 

Die Erschaffung einer Dystopie

Von der Vision zur Realität

Hinter jedem Frame von Dear Mother verbirgt sich die gemeinsame Energie eines Teams, das über sich hinausgewachsen ist. Diese Einblicke vom Set zeigen mehr als nur die technische Entstehung – sie dokumentieren eine Reise, die von Vertrauen, Synergie und einer gemeinsamen Vision geprägt war.

Jeder Moment am Set war ein Baustein für das große Ganze, getragen von einer Verbundenheit, die weit über die Produktion hinausreichte. 

Wer war dabei?

Vom Ersten Gedanken zum Finalen Frame.

Die Menschen hinter der Vision.

Ein Film entsteht nicht im Alleingang. Er ist das Ergebnis einer kollektiven Vision. Die Herausforderung, so viele Talente vor und hinter der Kamera zu koordinieren, war ebenso groß wie die Freude an der gemeinsamen Arbeit. Ohne dieses Team wäre dieses Projekt nicht möglich gewesen.Kreativität ist ein Mannschaftssport.

Credits to the Crew & Cast:

On Screen

Gesichter, die Stories tragen.

Der Cast

Finn Turner Alexander Knaipp
Leonie Dixon Emily Schmeller
Paul Dixon Florian Haßlinger
Finn Stone Josef Auer
Marie Stone Sabine Petzl
Emilia Bing Sarah Zaharanski
Edward Green Kevin Krennhuber
Steven Williams Luke Bischof
Dave Murphy Benjamin Kern
Ältere Dame Gabriele Nowtony
Älterer Herr Walter Nowotny
Rebellin Sandra Karner
Kleines Mädchen Anna Reinbacher
Double Finn Alexander Flatau

Charlotte Wendt
Eva Nowotny
Jakob Nowotny
Marion Rainbacher
Pia Nowotny
Simon Höbert
Daniel Mauracher
Mark Nitschke
Herbert Nowotny
Fabienne Hartl
Nicole Svoboda
Johanna Nowotny
Lionel Asshauer
Thomas Schroll
Shanti Joshua Serafin Stangl
Isabella Koller
Richard Koller
Tobias Türk

 

Behind the Scenes

Hände, die Visionen formen.

Die Crew

Regie & Drehbuch Sabrina Hickl
Produktion Johanna Nowotny
Aufnahmeleitung Ann-Christin Klemm
Assistenz Produktion Charlotte Wendt Simon Höbert
Regieassistenz Thomas Schroll Katharina Gassler
Script Continuity Katharina Hahn Katharina Gassler Sabine Katharina Weissensteiner
Stunt Koordination Alexander Flatau
Director of Photography Felix Seitlinger
Kameraassistenz Thomas Brunner Lionel Asshauer Constanze Radak
Drohnenpilot Keanu Margrander
Oberbeleuchtung Oliver Rienzner
Best Boy (Licht) David Vassili Friedmann
Beleuchter Ahmed Issa Joseph Shemunkasho Felix Foltas
Key Grip Raphael Maier
Best Boy (Grip) Sebastian Möslinger
Set-Fotografie Simon Höbert
Set-Ton Shanti Joshua Serafin Stangl Tobias Türk
Foley Artist Anna Wirth Moritz Häußinger Andreas Deters
Szenenbild Jana Geiß Sabine Katharina Weissensteiner
Baubühne Thomas Kriechhammer
Atemglas-Konstruktion Barbara Hickl Jana Geiß
Kostümbild Lydia Thommes
Maskenbild Ronja Gassner
Grafikdesign & Propaganda-Props Stanislav Weinberg Patrici Schuh Sebastian Bracevac
Corporate Design & Film-Logo Anna Kopp Sabrina Hickl
Requisiten-Design Stefan Bauer Melanie Bartl Lisa März
Screen Design & Tablet UI Florian Theissig
Screen-Animation Manuel Herzog Colin Jatho
Schnitt Sabrina Hickl
Schnittassistenz David Prokop
VFX Supervisor Philipp Treiblmaier
VFX Assistenz Theresa Klotz
Visual Effects Artists Daniel Perschy Alexander Lampe Werner Reifberger Julia Meinhardt
Color Grading Felix Seitlinger
Titel Animation & Illustration Konstantin Trinh (Illustration) Sabrina Hickl (Animation)
Filmmusik Jakob Vasak
Sound Design & Dialogschnitt Andreas Deters Anna Wirth
Foley Edit Anna Wirth Moritz Häußllinger
Audiomischung Max Kersten
Offizieller Kinotrailer Sabrina Hickl
Social Media Trailer (3D) Clemens Wilberger

Stimmen vom Set

Vertrauen & Fokus

„Ich wurde für die Hauptrolle in „Dear Mother“ engagiert, der zahlreiche Preise gewann – zurecht. Sabrina überließ dabei nichts dem Zufall: Casting, Dreharbeiten und Postproduktion liefen präzise durchdacht ab. Es war jederzeit klar, dass sie eine klare Vision verfolgte, ohne starr darauf zu beharren. Cast und Crew hatten Raum, eigene Ideen einzubringen, ohne dass diese die Produktion verzögert hätten. Ideen flossen mit ein, andere wurden abgelehnt, aber das immer begründet, wertschätzend, ruhig und sachlich fokussiert. Ihre Leidenschaft für das Medium Film, ihre fachliche Kompetenz sowie ihr Engagement und Durchhaltevermögen machen sie in meinen Augen zu einer ganz besonderen Regisseurin und Filmemacherin; vom  respektvollen Umgang auf Augenhöhe ganz zu schweigen. Das und die Tatsache, dass sie auch mit geringem Budget viel Eindruck machen kann, sind besondere Qualitäten. Jederzeit wieder würde ich mit Sabrina zusammenarbeiten.“
Alexander Knaipp
Alexander
Knaipp
Schauspieler
Hauptrolle „Finn Turner"

Internationales Resümee

Vision ohne Grenzen

„Ein unglaublich künstlerisches Projekt, das uns überwältigt und gefesselt hat. In dieser lebendigen Erzählung wird die Welt durch markante Kostüme und akribisch gestaltete Kulissen zum Leben erweckt. Die Darstellung einer dystopischen Welt, in der Atemgläser überlebenswichtig sind, wird durch das bedrückende Design von Edward Greens technologischem Imperium verstärkt und unterstreicht eine kalte, kontrollierte Umgebung. Im scharfen Kontrast dazu dienen die weiten Wälder Finn und seinen Verbündeten als visuelle Zuflucht, die sich deutlich von der starren, reglementierten Stadtlandschaft abhebt. Der Einsatz dieser Schauplätze betont meisterhaft den thematischen Kampf zwischen Natur und Unterdrückung. Dabei spiegeln die Kostüme die Rollen der Charaktere perfekt wider: Greens autoritäre Kleidung steht den erdigen Gewändern von Finn und seinem Team gegenüber und symbolisiert eindrucksvoll deren tiefe Verbindung zur Natur sowie ihren Widerstand gegen die technologische Vorherrschaft.“

— Programming Team, Venezia Shorts Italy

Aim for the extraordinary   Aim for the extraordinary   Aim for the extraordinary  

Let’s build worlds.

Jede Vision braucht ein Fundament. Bauen wir es gemeinsam.

Vom ersten Konzept bis zur letzten Textur: Worldbuilding bedeutet für mich, Welten zu erschaffen, die ihre eigenen Regeln schreiben. In einer Zeit, in der das Morgen ungewiss ist, brauchen wir Geschichten, die das Fundament unserer Realität hinterfragen. Lass uns Szenarien entwerfen, die visuell überwältigen.

Bewegtbild hat viele Formen.

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Jedes Projekt ist ein eigenes Universum mit einer ganz persönlichen Ästhetik. Wenn dich dieser Einblick inspiriert hat, zeigen meine anderen Arbeiten, wie sich dieser Anspruch in unterschiedlichen Formaten übersetzt: Von der präzisen Dynamik im Motion Design über atmosphärische Imagefilme bis hin zu experimentellem Worldbuilding.